Die richtige Unterkonstruktion für eine langlebige Terrasse
Die Unterkonstruktion bildet das tragende Fundament einer Terrasse. Sie trägt die Terrassendielen, verteilt die auftretenden Belastungen und sorgt für den notwendigen Abstand zum Untergrund. Gleichzeitig muss sie ermöglichen, dass Regenwasser zuverlässig abläuft und die gesamte Konstruktion nach Niederschlägen wieder trocknen kann.
Selbst besonders widerstandsfähige Terrassendielen können ihre mögliche Lebensdauer nicht erreichen, wenn die Unterkonstruktion ungeeignet, dauerhaft feucht oder nicht ausreichend tragfähig ist. Bei der Planung einer Bambusterrasse daher sollte die Wahl der Unterkonstruktion genauso sorgfältig ausgewählt werden wie die sichtbaren Terrassendielen.
Welche Aufgaben erfüllt die Unterkonstruktion?
Eine fachgerecht ausgeführte Unterkonstruktion erfüllt mehrere wichtige Funktionen:
- Sie trägt die Terrassendielen und die auf der Terrasse auftretenden Belastungen.
- Sie sorgt für eine ebene und stabile Verlegefläche.
- Sie hält die Dielen vom feuchten Untergrund fern.
- Sie ermöglicht den Abfluss von Regenwasser.
- Sie unterstützt die Hinterlüftung der Terrassendielen.
- Sie bildet die Grundlage für eine dauerhaft sichere Befestigung.
- Sie gleicht kleinere Unebenheiten und Höhenunterschiede aus.
Die Unterkonstruktion sollte mindestens eine vergleichbare Gebrauchsdauer wie der sichtbare Terrassenbelag besitzen. Es ist wenig sinnvoll, langlebige Bambus-Terrassendielen auf einer Unterkonstruktion zu verlegen, die wesentlich früher erneuert werden muss.
Bambus vs. Aluminium
Bambus-Unterkonstruktion für Bambus-Terrassendielen
Eine Unterkonstruktion aus thermisch behandeltem Bambus ist eine passende Lösung für Terrassen, die vollständig mit einem aufeinander abgestimmten Bambussystem aufgebaut werden sollen.
Die AMBOOO Bambus-Unterkonstruktion ist für die Verlegung von Bambus-Terrassendielen vorgesehen. Durch die thermische Behandlung und Verdichtung besitzt das Material eine hohe Formstabilität und Tragfähigkeit.
Zu den Vorteilen einer Bambus-Unterkonstruktion gehören:
- ein auf Bambus-Terrassendielen abgestimmter Materialaufbau,
- eine hohe Festigkeit,
- eine gute Formstabilität,
- eine einfache Bearbeitung mit geeignetem Werkzeug,
- ein vergleichsweise natürlicher Materialcharakter und
- ein wirtschaftlicher Terrassenaufbau.
Wie die Terrassendielen selbst darf auch die Bambus-Unterkonstruktion nicht dauerhaft im Wasser liegen. Sie muss mit ausreichendem Abstand zum Untergrund montiert und vor Staunässe geschützt werden.
Geeignete Gummipads, Auflager oder Stelzlager verhindern den direkten Kontakt mit feuchten Flächen und ermöglichen, dass Wasser auch unterhalb der Unterkonstruktion ablaufen kann.
Für welche Terrassen eignet sich eine Bambus-Unterkonstruktion?
Eine Bambus-Unterkonstruktion eignet sich insbesondere für klassische Gartenterrassen und andere Konstruktionen, bei denen eine ausreichende Aufbauhöhe und eine sichere Auflagefläche vorhanden sind.
Sie ist besonders interessant, wenn:
- Terrassendielen und Unterkonstruktion aus einem abgestimmten Bambussystem bestehen sollen,
- eine gut bearbeitbare Unterkonstruktion gewünscht wird,
- die Terrasse auf einem ausreichend entwässerten Untergrund aufgebaut wird und
- eine wirtschaftliche Alternative zur Aluminium-Unterkonstruktion gesucht wird.
Voraussetzung bleibt immer eine sorgfältige Planung mit ausreichendem Gefälle, korrekten Abständen und guter Hinterlüftung.
Aluminium-Unterkonstruktion für besonders formstabile Terrassen
Eine Unterkonstruktion aus Aluminium bietet eine besonders formstabile und langlebige Grundlage für Bambus-Terrassendielen.
Aluminium nimmt keine Feuchtigkeit auf, quillt nicht und verzieht sich nicht durch wechselnde Witterungsbedingungen. Dadurch können die Profile dauerhaft gerade bleiben und eine stabile Basis für die Terrassendielen bilden.
Die AMBOOO Aluminium-Unterkonstruktion eignet sich insbesondere für hochwertige und langfristig geplante Terrassenkonstruktionen.
Zu ihren Vorteilen gehören:
- hohe Formstabilität,
- Korrosionsbeständigkeit,
- keine Feuchtigkeitsaufnahme,
- geringes Eigengewicht,
- hohe Tragfähigkeit,
- gleichmäßige und präzise Verlegung,
- lange Gebrauchsdauer und
- ein hoher Anteil an recyceltem Aluminium.
Aluminium-Unterkonstruktionen können außerdem die Montage erleichtern, wenn die Profile, Verbinder und Befestigungsclips als aufeinander abgestimmtes System verwendet werden.
Wann ist eine Aluminium-Unterkonstruktion besonders sinnvoll?
Eine Aluminium-Unterkonstruktion eignet sich unter anderem für:
- hochwertige Gartenterrassen,
- Balkone,
- Dachterrassen,
- Poolbereiche,
- Terrassen auf Betonflächen,
- Konstruktionen mit begrenzter Aufbauhöhe und
- Bereiche, in denen eine besonders formstabile Unterkonstruktion gewünscht wird.
Auch bei größeren Terrassenflächen kann Aluminium Vorteile bieten. Die geraden Profile erleichtern eine exakte Ausrichtung und können den Aufbau der Unterkonstruktion beschleunigen.
Der Untergrund muss dauerhaft tragfähig sein
Auch die beste Unterkonstruktion kann ihre Aufgabe nur erfüllen, wenn der Untergrund stabil und fachgerecht vorbereitet wurde.
Bei einer Gartenterrasse wird zunächst der nicht tragfähige Oberboden entfernt. Anschließend wird in der Regel eine verdichtete und wasserdurchlässige Tragschicht hergestellt. Betonplatten, Fundamentsteine oder geeignete Stelzlager dienen als Auflagepunkte für die Unterkonstruktion.
Der Untergrund muss:
- tragfähig,
- frostsicher,
- ausreichend verdichtet,
- wasserdurchlässig und
- gegen unkontrolliertes Absacken geschützt sein.
Auf Betonflächen, Balkonen und Dachterrassen muss das Wasser über ein vorhandenes Gefälle und geeignete Abläufe sicher abgeleitet werden können.
Abdichtungen dürfen durch die Unterkonstruktion oder durch Befestigungsmittel nicht beschädigt werden.
Gummipads und Auflager schützen die Konstruktion
Die Unterkonstruktionsprofile sollten nicht direkt auf Betonplatten, Pflastersteinen oder anderen dauerhaft feuchten Flächen aufliegen.
Gummipads und geeignete Abstandshalter schaffen einen kleinen Abstand zwischen Untergrund und Unterkonstruktion. Dadurch kann Wasser besser ablaufen und die Auflagefläche schneller trocknen.
Zusätzlich können die Pads:
- kleinere Unebenheiten ausgleichen,
- die Unterkonstruktion vom Untergrund entkoppeln,
- Klapper- und Laufgeräusche reduzieren und
- die Abdichtung auf Balkonen oder Dachterrassen schützen.
Die Pads müssen ausreichend druckfest sein und dürfen sich unter der dauerhaften Belastung nicht zu stark zusammendrücken.
Gefälle und Wasserablauf
Eine Terrasse muss so geplant werden, dass Niederschlagswasser zuverlässig vom Gebäude weg abläuft.
Für Bambus-Terrassendielen ist in der Regel ein Gefälle von etwa zwei Prozent vorzusehen. Das entspricht einem Höhenunterschied von ungefähr zwei Zentimetern pro Meter Terrassentiefe.
Bei profilierten Terrassendielen müssen die Profilrillen in Richtung des Gefälles verlaufen. Nur so kann das Wasser entlang der Dielenoberfläche abfließen.
Auch unterhalb der Terrasse darf keine Staunässe entstehen. Die Unterkonstruktion sollte deshalb so angeordnet werden, dass sie den Wasserfluss nicht blockiert.
Bei quer zur Entwässerungsrichtung verlaufenden Profilen müssen gegebenenfalls geeignete Entwässerungswege, Abstandshalter oder Drainagelösungen vorgesehen werden.
Hinterlüftung verlängert die Gebrauchsdauer
Eine ausreichende Hinterlüftung gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine dauerhaft funktionierende Bambusterrasse.
Unter den Terrassendielen muss Luft zirkulieren können, damit Feuchtigkeit nach Regen wieder entweicht. Eine vollständig geschlossene Konstruktion verhindert das schnelle Abtrocknen und kann dauerhaft zu einer erhöhten Feuchtebelastung führen.
Deshalb gilt:
- Die Seiten der Terrasse dürfen nicht vollständig luftdicht verschlossen werden.
- Zwischen den Dielen müssen die vorgeschriebenen Fugen eingehalten werden.
- Zu Hauswänden und festen Bauteilen ist ausreichend Abstand einzuhalten.
- Die Unterkonstruktion darf nicht direkt im Erdreich liegen.
- Entwässerungswege müssen frei bleiben.
Auch geschlossene Randverkleidungen sollten nur so ausgeführt werden, dass weiterhin Luft unter die Terrasse gelangen kann.
Der richtige Abstand zwischen den Unterkonstruktionsprofilen
Der Abstand der Unterkonstruktionsprofile richtet sich immer nach der verwendeten Terrassendiele und den Montagevorgaben des Herstellers.
Zu große Abstände können dazu führen, dass die Dielen:
- federn,
- sich durchbiegen,
- an den Befestigungspunkten überlastet werden oder
- dauerhaft beschädigt werden.
Auch an den Enden der Terrassendielen muss eine ausreichende Auflage vorhanden sein. Dielenstöße sollten auf einer Doppelunterkonstruktion ausgeführt werden, damit beide Dielenenden sicher befestigt werden können.
Abstände zu festen Bauteilen
Terrassendielen und Unterkonstruktion dürfen nicht direkt an Hauswände, Mauern, Randsteine oder andere feste Bauteile anschließen.
Für Bambus-Terrassendielen sollte ein Abstand von mindestens zwei Zentimetern zu feststehenden Bauteilen eingehalten werden, sofern die produktspezifische Montageanleitung keine abweichende Vorgabe enthält.
Diese Abstände ermöglichen:
- die Bewegung des Materials,
- den Wasserablauf,
- die Luftzirkulation und
- eine spannungsfreie Verlegung.
Auch Aluminiumprofile verändern bei Temperaturunterschieden ihre Länge. Deshalb müssen bei langen Profilen die vorgesehenen Dehnungsabstände und Verbindungsvorgaben berücksichtigt werden.
Die Unterkonstruktion muss gegen Verrutschen gesichert werden
Die einzelnen Profile dürfen sich nach der Montage nicht verschieben, kippen oder verdrehen.
Je nach Untergrund und Terrassenaufbau kann die Unterkonstruktion:
- miteinander verbunden,
- auf Auflagern fixiert,
- auf Beton befestigt oder
- durch einen stabilen Rahmen gesichert werden.
Auf Abdichtungsflächen ist eine direkte Verschraubung häufig nicht möglich oder nicht zulässig. In solchen Fällen muss eine ausreichend stabile, schwimmende Rahmenkonstruktion hergestellt werden.
Die konkrete Ausführung richtet sich nach dem Untergrund, der Aufbauhöhe und den örtlichen Bedingungen.
Typische Fehler bei der Unterkonstruktion
Viele spätere Schäden an Terrassen entstehen nicht durch die Terrassendielen selbst, sondern durch Fehler im darunterliegenden Aufbau.
Zu den häufigsten Fehlern gehören:
- fehlendes oder zu geringes Gefälle,
- blockierte Entwässerungswege,
- eine vollständig geschlossene Konstruktion,
- direkter Kontakt der Unterkonstruktion mit feuchtem Erdreich,
- zu große Abstände zwischen den Profilen,
- fehlende Auflagen an den Dielenenden,
- nicht abgestimmte Schrauben und Clips,
- zu geringe Abstände zu festen Bauteilen,
- eine nicht ausreichend tragfähige Unterkonstruktion und
- die Kombination nicht freigegebener Materialien.
Diese Fehler können zu Staunässe, Verformungen, lockeren Befestigungen und einer deutlich verkürzten Lebensdauer führen.
Fazit: Eine langlebige Bambusterrasse beginnt unter den Dielen
Die Unterkonstruktion bleibt nach der Fertigstellung weitgehend unsichtbar. Trotzdem entscheidet sie wesentlich über die Stabilität, Funktion und Lebensdauer der gesamten Terrasse.
Eine Bambus-Unterkonstruktion bietet einen wirtschaftlichen und auf Bambus-Terrassendielen abgestimmten Aufbau. Eine Aluminium-Unterkonstruktion überzeugt insbesondere durch ihre hohe Formstabilität, Feuchtigkeitsbeständigkeit und lange Gebrauchsdauer.
Unabhängig vom gewählten Material müssen immer folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- ein tragfähiger Untergrund,
- ein ausreichendes Gefälle,
- sicherer Wasserablauf,
- gute Hinterlüftung,
- korrekte Abstände,
- eine stabile Verbindung der Profile und
- die Verwendung aufeinander abgestimmter Systemkomponenten.










