Der natürliche Werkstoff Bambus.
Der natürliche Werkstoff Bambus ist seit Jahrhunderten ein sehr beliebter Baustoff der Menschen in Asien. Sehr hohe Festigkeit, gute Bearbeitungsmöglichkeiten und der unverwechselbare Charakter unterstreicht die Einzigartigkeit dieses Naturproduktes. Naturprodukte bedingen jedoch auch gewissen materialtypische Eigenschaften die bewusst in Kauf genommen werden müssen. Jede einzelne Terrassendiele ist ein echtes Unikat. Daher kann jede Diele unterschiedliche materialtypische Merkmale aufweisen und unterschiedlich schnell oder stark auf Witterungseinflüsse reagieren.

Die Farbveränderungen.
Genau wie Holz durchläuft auch Bambus einen natürlichen Alterungsprozess, bei dem die anfängliche Tönung nach und nach verblasst. Um Bambus witterungsbeständig zu machen, wird er thermisch behandelt. Dabei karamellisiert der natürliche, im Bambus enthaltende Zucker, was für den warmen Farbton sorgt. Diese thermisch erzeugten Farbstoffe sind jedoch weniger stabil gegenüber UV-Strahlung, als natürliche Holzpigmente.
Regen, Schnee und Luftfeuchtigkeit lassen die Oberfläche aufquellen und wieder trocknen. Diese ständigen Feuchtigkeitswechsel, fördern ebenfalls den Abbau der Farbpigmente. Starke Temperaturschwankungen können die Bambusfasern leicht aufrauen, was die Oberfläche für UV-Licht anfälliger macht.
Bild: Diese Bambusdielen (Farbton "Sand") , haben Ihre Originalfarbton verloren. Eine entsprechende Unterhaltspflege würde hier eine Farbgebung intensivieren.

Das Vergrauen - Von Bambus-Dielen im Farbton "coffee"
Obwohl Bambus botanisch ein Gras ist, enthält er viel Lignin. Lignin ist ein natürliches Biopolymer, das Pflanzenfasern festigt. Lignin sorgt für eine enorme Festigkeit und Druckbeständigkeit von Bambusfasern. Beim Abbau des Lignin, durch UV-Strahlung, werden Farbstoffe zerstört, die Oberfläche verliert ihre warme Farbe.
Das Bild zeigt verblasste Dielen (links) im Farbton "coffee" und bereits wieder geölte Dielen (rechts).

Farbveränderungen bei den Bambusdielen im Farbton "Sand".
Wer den Originalfarbton behalten möchte, muss konsequent - mehrmals im Jahr - ölen. Das gilt insbesondere bei den Dielen im Farbton "Sand". Aufgrund der hier deutlichen schwächeren Pigmentierung, ist das verblassen des "Originalfarbtons" und das bilden eines "Grauschleiers" recht schnell möglich. Das ist ein unvermeidbarer natürlicher Prozess (siehe Bild).
Im Rahmen der Unterhaltspflege - in Verbindung mit dem Einsatz des Terrassen-Cleaner, kann dem Grauschleier entgegengewirkt werden.
Fazit:
Bambus ist ein hochverdichtetes Naturmaterial mit toller Härte und Nachhaltigkeit und ansprechenden schönen Farben. Aber Im Laufe natürlicher Bewitterung und unter Einfluss unvermeidbarer UV-Strahlung wird die Terrassendiele mit der Zeit farblich verblassen, das ist ein natürlicher, unvermeidbarer Prozess, der vor allem durch UV-Strahlung, Feuchtigkeit und Temperaturwechsel ausgelöst wird. Diese Vorgänge unterstreichen die Natürlichkeit des Werkstoff Bambus.
Tipps & Tricks um der Farbveränderung entgegen zu wirken:
- Nach der Montage eine 1.Pflege durchführen. Das Bambus Pflegeöl zieht in das Material ein und schützt vor UV-Strahlung und Feuchtigkeit.
- Farbig pigmentierte Öle, bieten einen besseren UV-Schutz als farblose Öle. Wichtig! Keine Holz-Pflegeprodukte verwenden.
- Regelmäßig nachölen. Je nach Witterung 1–2 mal im Jahr (Frühjahr und Spätsommer/Herbst).
- Vor dem Ölen die Fläche immer gründlich reinigen und trocknen lassen. Ein dünner, gleichmäßiger Ölauftrag reicht aus.

Kreuzschälung
Aufgrund der Eigenschaften des Werkstoff Bambus, kann auf der Oberfläche partiell eine Kreuzschälung auftreten. z.B. durch starke Temperaturwechsel entstehen feine Risse quer zur Faser. In seltenen Fällen löst sich eine dünne Schicht der Oberfläche ab. Mit unserem Siliziumbesenkopf kann die Oberfläche im Rahmen der Unterhaltspflege bis zu einem gewissen Grad geglättet werden.


Grünspan, schwarz Verfärbungen und Stockflecken.
Abhängig vom Pflegezustand, Lage und Belüftungssituation der Terrasse, wurde das vorgeschriebene Gefälle eingehalten?, können mit der Zeit oberporige Verunreinigungen (z.B. Grünspan, Stockflecken oder Schimmel) entstehen. Auch bilden Pollen, Laub, Staub und andere Ablagerungen einen Nährboden für Schimmel und Moose. Dies ist ein natürlicher Prozess und kann selbst bei optimaler Reinigungs- und Pflegeintervallen nicht zu 100% ausgeschlossen werden. Zur Reinigung verwenden sie hier z.B. unseren Terrassen Cleaner oder unseren Anti-Belagreiniger.
Stockflecken entstehen auch, wenn sich Staunässe unter Blumenkübel, Gartenmöbel und Sonnenschirmständer bildet. Tipp: Platzieren Sie z.B. Blumenkübel auf Füße etc. Gartenmöbel gelegentlich verrücken damit die Feuchtigkeit darunter abtrocknen kann.
In Kombination mit unserem Silizium Besenkopf kann das Reinigungsergebnis noch gesteigert werden. Um die Farbgebung wieder zu intensivieren, sollte nach einer entsprechenden Reinigung, die Terrassendiele unbedingt mit einem Bambus Pflege-Öl eine Unterhaltspflege erfahren, auch damit der optimale Witterungsschutz wieder hergestellt wird. Um das entstehen neuer Stockflecken möglichst zu verhindern, empfehlen wir eine regelmäßige Unterhaltspflege (2x im Jahr) mit unseren Bambus Pflege-Öl. Das Bambus Pflege-Öl ist vorbeugend wirksam gegen Bläue, Fäulnis und Schimmel.
Terrassendielen aus Bambus unterliegen - wie auch Hartholz - keiner DIN Norm. Daher sind Trockenrisse, raue Oberflächen sowie Splitterbildung grundsätzlich zulässig, stellen keinen Reklamationsgrund da und haben keinerlei Einfluss auf statische Eigenschaften und Haltbarkeit. Verwerfungen um bis zu 2 mm je 100 mm Breite sind ebenfalls zulässig. Trotz hochtechnologischer Produktionsverfahren lassen sich diese Merkmale - wie auch bei anderen gängigen Terrassenhölzern nicht zu 100% vermeiden. Diese natürlichen Veränderungen haben keinen negativen Einfluss auf die Langlebigkeit oder Stabilität der Bambusterrasse. Mit einer regelmäßigen Unterhaltspflege (2x im Jahr) können Sie diesen witterungsbedingten, haptischen und optischen Veränderungen entgegenwirken. Sollten diese Merkmale einmal verstärkt auftreten, betrifft es oft nur einzelne Dielen.


Trockenrisse
sind natürliche Eigenschaften von den meisten handelsüblichen Terrassendielen aus Holz und natürlich auch von Bambus Terrassendielen. Das Naturprodukt Bambus passt sich den klimatischen Bedingungen an, es arbeitet. Sobald die Terrassendiele der natürlichen Bewitterung ausgesetzt ist, können Veränderungen in der Oberfläche auftreten. Als Naturprodukt darf Bambus leicht rissig sein und Faserbrüche aufweisen. Bambus unterliegt einem typischen witterungs- und materialbedingten Quell-und Schwindverhalten in Höhe ca. +- 3%. Strukturbedingt findet das Quellen und Schwinden nicht gleichmäßig statt. Infolgedessen kann es zu Trocknungsrissen, Dimensionsveränderungen und Spanbildung kommen.
Diese Veränderungen können bereits kurzfristig nach der Verlegung auftreten. Insbesondere im Sommer bei längeren Hitzeperioden. Ein nicht vorhandenes oder nicht ausreichendes Gefälle (2%) und/oder eine nicht vorhandene oder ausreichende Unterlüftung der Terrassenanlage begünstigt das verstärkte Entstehen von natürlichen Veränderungen der Oberfläche. Beachten Sie bitte das Veränderungen bei einer glatten Oberfläche eher auffallen bzw. sichtbarer sind als auf einer profilierten Oberfläche.

Bei dauerhaften sehr nassen Witterungsverhältnissen, kann die glatte Oberfläche eine sicht- und fühlbare Struktur bekommen. Diese natürlichen Veränderungen haben keinen negativen Einflussauf die Langlebigkeitoder Stabilitätder Bambusterrasse. Mit einer regelmäßigen Unterhaltspflege (2x im Jahr) können Sie diesen witterungsbedingten, haptischen und optischen Veränderungen entgegenwirken, aber nicht vollständig verhindern. Bitte beachten Sie, dass witterungsbedingte Veränderungen grundsätzlich bei einer glatten Oberfläche deutlich eher auffallen, als auf einer profilierten Oberfläche.


Rauigkeiten und Spanbildung
Bambus unterliegt einem typischen witterungs- und materialbedingten Quell-und Schwindverhalten in Höhe ca. +- 3%. Strukturbedingt findet das Quellen und Schwinden nicht gleichmäßig statt. Infolgedessen kann es zu Trockenrissen, Dimensionsveränderungen und Spanbildung kommen.
In seltenen Fällen kann es dazu kommen, dass in dünneren Bereichen, z.B. bei der Riffelung durch mechanische Beschädigungen oder Bewitterung, die Fasern aus dem Verband gelöst werden, ähnlich einem Holzsplitter/Schiefer. Aufgrund der natürlichen Struktur des Bambus sind ggf. entstehende Splitter im Vergleich zu Holz feiner und länger. Die Terrassendielen bestehen aus langen Faserbündeln, die über die gesamte Brettlänge gehen.
Wie bei handelsüblichen Harthölzern ist unsere Terrassendiele daher auch nicht als Barfußdiele zu bezeichnen. Sollten einmal Rauigkeiten entstehen, können diese, im Rahmen der Unterhaltspflege bis zu einem gewissen Grad, mit unserem Silizium-Besenkopf wieder geglättet und Ablösungen beseitigt werden.
So Bitte nicht!
=
Die Lebensdauer einer Terrasse wird nicht nur von der Dauerhaftigkeit des verwendeten Holzes bestimmt, sondern auch maßgeblich von der Umsetzung einer fachgerechten Montage.
Vermeidung von Staunässe und Belüftung der Terrasse!
Ein direkter Anschluss der Terrassenfläche an Rasen, Steinen oder an das Erdreich ist unbedingt zu vermeiden. Zu allen festen Begrenzungen z.B. Hauswänden, Gartenmauern etc. ist eine Dehnungsfuge von ca. 2 cm zu berücksichtigen. Zusätzlich muss die Terrasse zwingend von den Seiten aus hinterlüftet werden. So werden Spannungen verhindert, die zu Verwerfungen bzw. Aufschüsseln des Belages führen können und die Unterlüftung der Terrasse wird positiv beeinflusst. Ein komplettes Verschließen der Unterkonstruktion (siehe nachfolgende Bilder) ist nicht zulässig. Die daraus ggf. resultierende Staunässe und eine fehlende Hinterlüftung können zu irreparablen Schäden führen.
Ein nicht vorhandenes oder nicht ausreichendes Gefälle (2%) und/oder eine nicht vorhandene oder ausreichende Unterlüftung der Terrassenanlage begünstigt das verstärkte Entstehen der oben beschriebenen Veränderungen.
Warum ein korrektes Gefälle unverzichtbar ist:
- Wenn eine Terrasse ohne ausreichendes Gefälle montiert wird, bleibt Regenwasser in Form von Pfützen auf den Dielen länger stehen. Dauerhaft feuchtes Holz oder Bambus ist der ideale Nährboden für holzzersetzende Pilze, Moose, Schimmel und Fäulnis.
- Naturmaterialien vertragen dauerhafte Feuchtigkeit schlecht. Sie können aufquellen, sich verziehen oder schneller verrotten. Durch ein Gefälle fließt das Wasser schneller ab, und die
Terrasse kann nach einem Regenschauer schneller wieder abtrocknen, das erhöht die Haltbarkeit des Terrassendecks, inkl. der Unterkonstruktion. Im Winter kann stehendes Wasser gefrieren und das Material schädigen. - Ein fehlendes Gefälle ist einer der häufigsten Montagefehler bei Terrassen. Wer hier nicht sauber arbeitet, läuft in die Gefahr die Terrasse schon nach wenigen Jahren aufwendig sanieren oder komplett erneuern zu müssen.
Die Terrassenpflege.
Durch eine regelmäßige Pflege können Sie sicherstellen, dass Ihre Terrassendielen nicht nur optisch ansprechend bleiben, den oben beschriebenen Veränderungen entgegenwirken, sondern auch ihre Funktionalität über viele Jahre hinweg behalten.










